Rad & Urlaub <> Radlerfreizeitwoche „entlang der Elbe“ 31. Mai bis 10. Juni 2018

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Der Club organisierte eine Radlerfreizeit „Entlang der Elbe vom Kurort Gohrisch bis nach Tangermünde, in mehrtägigen Etappenfahrten“ vom 31. Mai bis einschließlich 10. Juni und bewegten uns auf eine insgesamt abwechslungsreiche Reise entlang der Höhepunkte des Elbe-Radwegs und entdeckten dabei eine wundervolle Landschaft voller Geschichte und Kultur!

Am frühen Morgen -31. Mai- ging es mit einem Reisebus incl. Radanhänger um 06:00 Uhr ab Autohaus Citroen Werner Höhl los um unser Zielort „Kurort Gohrisch“ zu erreichen. Der herrlich gelegene Kurort liegt auf 439 m ü. NN in ruhiger, waldreicher und klimatisch ausgeglichener Lage auf einer Hochebene links der Elbe, in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge; unweit von der Festung Königstein.

Hier verweilten wir insgesamt bis einschließlich 03. Juni. Am 01. & 02. Juni standen Radtouren in die nähere Umgebung an. Dabei wurde auch unter anderem, war ein „Muss“, die Festung Königstein besichtigt. Sie ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe. Allein die Auffahrt von Königstein bis zum Parkplatz unterhalb der Festung war schon, die kein E-Bike dabei hatten, schnaufend. Nach einem mehrstündigen Rundgang mit atemberaubenden Sehenswürdigkeiten, auf die Elbe schauend, ging es zurück nach Königstein, Elbe-Fähre zur Einkehr auf der anderen Elbe-Seite. Am Anlegesteg war eine Gaststätte wo wir kurz einkehrten um den Durst zu löschen. Man sah schon, es wird Gewitter oder Regen geben. War uns aber egal, bis zur Unterkunft waren es ja nur noch gut 10 Km. Nach der Stärkung fuhren wir dann Richtung Hotel und mussten dann im Regen die ca. 6 Km lange Strecke von 0 auf 439 m ü. NN „Hotel“ noch bezwingen.

Am 02. Juni stand eigentlich die Besichtigung „Prebischtor – Felsentor im Nationalpark Böhmische Schweiz“ auf dem Programm. Das Prebischtor ist das größte natürliche Felsentor in Europa und gilt als Wahrzeichen für den Nationalpark Böhmische Schweiz. Wir fuhren fröhlich durch das Sandsteingebirge zur Elbe um mit der Fähre dann rüber zu setzen. Ab der Stadt Hrensko führt dann ein kleiner Pfad hinauf zum Felsentor. Hier steht schon der Hinweis: Für Radfahrer verboten! Wir fuhren weiter, wollten hoch und nach einigen Kilometern wurde es immer schmaler und steiniger. Wir fragten dann ein paar Wanderer, nein, hier könnt ihr nicht weiter. Es wird nur noch ein steiniger Wanderpfad werden und nichts mehr für Pedalritter. Nach einer Gruppenbefragung ging es dann zurück und zur nächsten Stadt nach Decin / Tschechien; ca. 12 Km von Hrensko entfernt. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung kehrte man dann, nach den Strapazen, ein um Durst und Hunger zu stillen. Die Preise, im Gegensatz zu hiesigen Preisen, sind dort unschlagbar; 0,5 Ltr. Bier um die 1,00 EUR. Am späten Nachmittag ging es dann linksseitig der Elbe zurück zum Hotel, aber immer mit einem Anstieg von ca. 6 Km und 12 %.

Am frühen Morgen des 03. Juni starteten dann die Teilnehmer zur Etappen-Radtour „Elbe“.
Die Einteilung erfolgte in 3 Radgruppen (30 Radler) und 4 nette Damen die die Erlebnistour per Bus, Gepäcktransport, erleben wollten. Reiseführerin der Damengruppe war unser Mitglied Erika Schubert. In Absprache mit dem Busfahrer wurden interessante Städte etc. besichtigt.

Anmerkung:
Der Elbe-Radweg ist einfach zu fahren, da es kaum größere Höhenunterschiede, kurze Steigung von 11 % war aber vorhanden. Kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze fließt die Elbe durch das Elbsandsteingebirge, das schon seit jeher Naturfreunde in seinen Bann gezogen hat. Rauschende Bäche aus zerklüfteten Schluchten, Tafelberge wie Lilienstein, Spitzen, die aus Bäumen und Fels aus dem darum liegenden Wald herausragen, bildeten eine wohl einmalige Kulisse. Mehrmals haben wir die Elbe-Fähre, da es keine andere Möglichkeit gab, benutzen müssen, aber immer war es ein Erlebnis pur.

Die I. Etappenfahrt beginnt am 03. Juni morgens um 09:30 Uhr zum ersten Etappenzielort Meißen. Tageskilometer 71 Km & 432 HM.
In Meißen verblieben wir dann zwei Tage; am 04. Juni war eine Besichtigung „Stadtrundfahrt“ und „Schifffahrt“ in Dresden verbindlich gebucht worden. Die Stadtrundfahrt dauerte gut 2 Stunden und die Schifffahrt 1,5 Stunden.

Die II. Etappenfahrt „Meißen – Mühlberg“ belief sich auf 51 Km & 274 HM.
An diesem Etappenzielort musste die Gruppe aufgeteilt werden; 11 Radler schliefen im Hotel und die anderen 24 Radler wurden im Kloster untergebracht. Vor dem Abendessen gab es eine ausführliche Klosterbesichtigung.

Die III. Etappenfahrt „Mühlberg – Bad Schmiedeberg“ belief sich auf 63 Km & 273 HM.

Die IV. Etappenfahrt „Bad Schmiedeberg – Coswig“ belief sich auf 64 Km & 278 HM.
Hier durchfuhren wir die Lutherstadt & Universitätsstadt Wittenberg an der Elbe im Osten Deutschlands mit engen Verbindungen zu Martin Luther, dem Wegbereiter der Reformation. Auf dem Hauptplatz der Stadt, dem Marktplatz, steht die Stadtkirche aus dem 13. Jh., die als Mutterkirche der Reformation bekannt ist, und in der Luther predigte. Die Schlosskirche, auch Kirche der Reformation, ist eine evangelische Kirche in Lutherstadt Wittenberg und seit 1996 UNESCO-Welterbestätte und gilt als Ausgangspunkt der Reformation, nachdem am 31. Oktober 1517 Martin Luther von hier aus seine 95 lateinischen Disputationsthesen verbreitet hatte.
Nach der Besichtigung war eine Stärkung im größten Biergarten der Stadt Wittenberg als Pflicht anzusehen. Nach einer ausgiebigen Stärkung ging es weiter zum Etappenzielort „Coswig“.

Die V. Etappenfahrt „Coswig – Magdeburg“ belief sich auf 79 Km & 393 HM.
Auch auf dieser Tour waren Fährfahrten „mal links & mal rechts der Elbe“ eingeplant.
Nach der Elbe-Überquerung, gegen 11:10 Uhr suchten wir einen Biergarten etc. Von einem Einheimischen wurde uns dann eine Gaststätte vorgeschlagen. Also fuhren wir hin, waren so gegen 11:15 Uhr angekommen; Öffnung um 11:30 Uhr. Die Wirtin kam heraus und wir fragten, könnten wir hier einkehren, obwohl es bis zur Öffnung noch 15 Minuten sind. Rückantwort: Nur für Getränke macht sie die Gaststätte „Biergarten“ nicht auf. Mit hängenden Lippen ging es dann weiter, aber ohne Humorverlust und erreichten so gegen 16:00 Uhr unser Etappenzielort „Coswig“. Auch die anderen Gruppen kamen ungefähr zeitnah an. Nach einer gemütlichen Runde im Biergarten ging es ab zum gemeinsamen duschen und anschließend zum Abendessen.
Auf der Speise-/Getränkekarte stand dann ein Getränk „Cocktail – Orgasmus“! Hm, was ist das, keiner wusste es. Der Organisator hat dann für die Gruppenführer dieses herrliche Getränk, vor dem Abendessen, bestellt und alle hatten es genossen. Es ist einfach gesagt, ein leckerer Cocktail.

Die VI. Etappenfahrt „Magdeburg – Tangermünde“ belief sich auf 73 Km & 345 HM.
Auch hier mussten wir, wie vorgeplant, Elbe-Fähren in Anspruch nehmen. Aber immer war es ein Erlebnis wert. Die Preise sind normal, wie bei uns. Nur die Mitnahme der Räder ist manchmal begrenzt. Egal, die Gruppe wartet bis der Rest angekommen ist, alles kein Problem, man hatte genügend Zeit zum „Genießen“.
Die letzten Kilometer bis zum Etappenzielort „Tangermünde“ verliefen ca. 10 Km an der Elbe entlang. Schon auf dem Elberadweg sah man die Türme von Tangermünde und man war, so wie ich es gesehen habe, froh das Endziel erreicht zu haben. Doch bevor wir ins Hotel radelten lag auf dem Weg noch ein Biergarten, diesen haben wir dann besuchen müssen; zum nachtanken.
Es dauerte nicht lange, da kam auch die A- & B-Gruppe an und man saß noch eine gute Stunde im Biergarten zusammen.

Nach dem Duschvorgang der Teilnehmer, vor dem Abendessen, saß man draußen am runden Tisch noch gemütlich zusammen. Man hatte ja noch über knapp 1 Stunde Zeit bis zum Abendessen.

Aus dem Umlageüberschuss wurde dann ein gemütlicher Abschluss gefeiert. Unser Fritz, 5 Reifenplatten und 1 Reifen dahin, wurde mit einer Flasche Rotwein „Plattenkönig“ geehrt.

Am 10. Juni ging es dann auf die gut 600 Km lange Heimreise „Tangermünde – Speyer“ zurück.

Randbemerkung des Reiseleiters:
Die gesamte Radstrecke „Elbe vom Kurort Gohrisch bis nach Tangermünde“ betrug insgesamt 401 Kilometer & 1.995 Höhenmeter.
Die während der Touren gemachten Bilder habe ich in einer Präsentation zusammengestellt, wie folgt:

Teil 1: 31. Mai – 03. Juni = Aufenthalt Kurort Gohrisch
Teil 2: 03. – 05. Juni = I. Etappenfahrt Gohrisch – Meißen
Teil 3: 05. – 06. Juni = II. Etappenfahrt Meißen – Mühlberg
Teil 4: 06. – 07. Juni = III. Etappenfahrt Mühlberg – Bad Schmiedeberg
Teil 5. 07. – 08. Juni = IV. Etappenfahrt Bad Schmiedeberg – Coswig
Teil 6. 08. – 09. Juni = V. Etappenfahrt Coswig – Magdeburg
Teil 7. 09. – 10 Juni = VI. Etappenfahrt Magdeburg – Tangermünde

Der geplante Informations-Elbe-Präsentationsabend ist für den 02. Oktober in der Vereinsgaststätte „AV 03, Raiffeisenstr. 14, Speyer“ (19:30 Uhr) vorgesehen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern, die an der Radlerfreizeit teilgenommen hatten, mich herzlich bedanken.

Es war für mich auch eine große Herausforderung, mit vielen Etappenzielorten (Hotelangeboten etc.) immer das richtige zu finden.

Es war nicht leicht, aber so wie ich es sehe, man konnte damit leben!

Euer

Hans-Dieter